Deutsche Vereinsmeisterschaften 2018 – die Endrunde

In der Endrunde zur Deutschen Vereinsmeisterschaft treffen die Gruppensieger der vier Regionalligen ihrer Altersklasse aufeinander. Vor Spielbeginn am ersten Tag prüft der Oberschiedsrichter die Anwesenheit der Spieler und addiert  die Punktwerte der ersten sechs anwesenden Spieler nach einem besonderen, eigens für die Endrunde entwickelten Bepunktungsschema des DTB unter Berücksichtigung der Wettspielordnung. Hierzu werden die DTB- und die ITF-Ranglisten mit Stand 30.06.2018 zugrunde gelegt. Die Reihenfolge der Mannschaftsmeldung bleibt unverändert.
Zur Berechnung der Setzung müssen bei 6er-Mannschaften mindestens 4, bei 4er-
Mannschaften mindestens 3 Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit bzw. Spieler, die die Bestimmungen nach § 44 Ziffer 9 erfüllen, herangezogen werden. Die Mannschaften werden aufgrund ihrer Punktsumme gesetzt. Die Mannschaft mit der höchsten Punktzahl wird an 1 gesetzt, die Mannschaft mit der geringsten an Position 4. Bei Gleich-
stand der Punktzahl wird die Reihenfolge der punktgleichen Mannschaften gelost. Es spielen die Mannschaften 1 gegen 4 und 2 gegen 3. Die Sieger des ersten Spieltages spielen um den Titel des Deutschen Vereinsmeisters, die Verlierer spielen um den dritten Platz.
Spielberechtigt sind nur die Spieler, die anlässlich der Mannschaftsführerbesprechung vor Beginn der Einzel des ersten Spieltages anwesend sind. Am zweiten Spieltag dürfen Spieler nur eingesetzt werden, wenn sie am ersten Spieltag – ggf. unter Berücksichtigung von § 19 Ziffer 2 WO-DTB – anlässlich der Mannschaftsführerbesprechung anwesend waren.

Bepunktungsschema:

Dt. Rangliste ITF-Rangliste Punkte
1-10 1-20 100
11-40 21 – 100 80
41-80 101-300 60
81-120 ab 301 40

Die Punkte gelten für die Spielerinnen und Spieler der entsprechenden AK. Ranglisten-Spieler einer höheren AK, die in einer jüngeren AK gemeldet sind, erhalten prozentuale Punktabzüge.
Quelle: DTB

 

Stand: 09.07. 2018



Damen 30
Ausrichter: TSV Altenfurt

Rochusclub Düsseldorf
TC 1899 BW Berlin
TA SV Böblingen
TSV Altenfurt

D30 Rochusclub
Damen 30 Rochusclub hintere Reihe v.l.: Ruth Braukmann, Dorit Waligura, Alice Tesan. vordere Reihe v.l.: Camilla Waldecker, Mirja Wagner, Madita Suer, Insa Villnow. Es fehlen Stephanie Voßgätter und Cornelia Lassonczyk

Eine Vorhersage ist sehr schwer. Schon im letzten Jahr waren die Mannschaften in der AK 30 sehr ausgeglichen. Mit dem TA SV Böblingen  mit Sylvia Himper,  dem Rochusclub um Alice Tesan und dem TSV Altenfurt mit Europameisterin Christine Kraupa stehen wieder drei Mannschaften des letzten Jahres in der Endrunde. Und die Berliner Damen um Vivian Manske haben den Abonnenmentssieger im Norden, den TC an der Schirnau, geschlagen und sind demzufolge auch stark zu beachten.
Daher: wir wagen keinen Tipp.


Damen 40
Ausrichter: TC Doggenburg

Halbfinale
TC Bredeney
SV Zehlendorfer Wespen
TC Doggenburg
TSV Marktoberdorf

Wir sehen in dieser Altersklasse die Damen des TC Bredeney um Sonja Vogt in der Favoritenrolle. Sie hinterließsen in der Regionalliga West einen sehr starken Eindruck  und haben in acht Partien nur zwei Matchpunkte abgegeben. Dem TC Doggenburg mit Petra Dobusch, den SV Zehlendorfer Wespen um die Schwestern Anne und Inken Kröger und dem TSV Marktoberndorf mit den beiden Tschechinnen Capkova und Telser geben wir nur Außenseiterchancen.


Damen 50
Ausrichter: TC Singen

ETUF Tennisriege
TC 1899 BW Berlin
TC Singen
TSV Siegsdorf

D50 TC Singen
Damen 50 TC Singen v.l.: Isolde Hepp-Schwarz, Andrea Schwarz, Betty Michel, Regina Meyer-Stoll, Gabriele Joachimski, Hildegard Dourver, Sandra Hopfner (nicht im Bild: Loretta Schwer, Muriel Klaus, Erika Nold-Jelinski) Foto: Hans-Jörg Wimmen

 

Der letztjährige Deutsche Meister aus Singen mit der Schweizerin Sandra Hopfner und Isolde Hepp-Schwarz hat den nicht zu unterschätzenden Heimvorteil. Trotzdem unser Tipp: Wenn die Damen von ETUF  mit Susanne Veismann,  der Niederländerin Carole de Bruin und der Australierin Lyn Mortimer vollzählig und gesund antreten, werden sie kaum zu schlagen sein. Wohl nur Außenseiterchancen haben die  Damen aus Berlin mit Susanne Boesser und die Damen aus Siegsdorf mit der Hana Fukarova und Marlies Danner.


Damen 60
Ausrichter: Bonner THV

Bonner THV
TC 1899 BW Berlin
RW Neu-Isenburg
TV Stockdorf

D60 Bonner HTV
Damen 60 Bonner THV

In dieser Altersklasse sehen wir zwei leicht favorisierte Mannschaften:  Bonner THV und TC 1899 BW Berlin. Die Bonnerinnen um ihre Spitzenspielerin Susanne Schweda haben nicht einen einzigen Matchpunkt in den Gruppenspielen abgegeben, die Berlinerinnen  mit Katrin Dippner, der Französin Sylvie Galfard-Kirsten und Sylvia Bauwens haben in den Gruppenspielen auch nur drei Matchpunkte abgegeben. Vielleicht verschafft das Heimrecht den Bonner Damen einen leichten Vorteil. Die Damen aus Neu-Isenburg mit Dr. Brigitte Friedl und Gabriele Chop und die neu formierten Damen aus Stockdorf um Christine Wagner und Alena Hardy haben wohl nur Außenseiterchancen.


Herren 40
Ausrichter: TC Augsburg Siebentisch

Ratinger TC GW
TC SCC Berlin
TC BW Bohlsbach
TC Augsburg Siebentisch

H40 TC BW Bohlsbach
Herren 40 TC BW Bohlsbach v.l.: Jiri Novak, David Prinosil, Bohdan Ulihrach, Marius Gogonea, Marcus Hilpert, Alexander Waske, Martin Sinner, Oliver Killeweit
H40 Ratinger TC GW
Die Herren 40 des Ratinger TC GW hintere Reihe v.l.: Stefan Koubek (AUT), Jörn Renzenbrink, Michael Veeser, Marc Pradel, Matthias Müller-Seele, Christian Koch, vordere Reihe v.l.: Arnaud Magnin (FRA), Rafale Skiba, Daniel Meier, Marc Leimbach, Nicolas Kiefer, Manuel Heise Es fehlen Dick Norman (BEL) und Kimi Tiilikainen (FIN)

 

Der letztjährige Titelträger,  TC BW Bohlsbach, ist für uns auch in diesem Jahr wieder leichter Favorit. Die Mannschaft um Alexander Waske und die beiden Tschechen Jiri Novak und Bogdan Ulihrach sind sehr ausgeglichen besetzt. Aber auch die Herren des Ratinger TC GW mit Nicolas Kiefer und Marc Leimbach können ein gewichtiges Wort um die Titelvergabe mitreden. Die Berliner um Jens-Christopher Blömeke und die Augsburger mit Alexander Windisch werden vermutlich um Platz 3 kämpfen müssen.


Herren 50
Ausrichter: TC RW Porz

TC RW Porz
Der Club an der Alster 
TC Bad Vilbel
TC Augsburg Siebentisch

H 50 TC RW Porz
Die Herren 50 TC RW Porz

Der Favorit auf den Titel auch mit Heimvorteil: Das müsste die Männer um Karsten Braasch und den italienischen Weltmeister Marco Filippeschi doch zusätzlich motivieren und anspornen. Der Club an der Alster mit zwei sehr starken Spaniern und Carsten Krammenschneider vorne ist auch nicht zu unterschätzen und auch der TC Bad Vilbel mit Paul Haarhuis, dem Schweden Holm und Michael Kocher kann sich Chancen ausrechen. Allein den Herren aus Augsburg um Peter Schweyer räumen wir nur geringe Chancen auf den Titel ein. In Porz wartet auf jeden Fall eine spannende Endrunde.


Herren 55
Ausrichter: THC Neumünster

TuS 84/10 Essen
THC Neumünster
Tennis 65 Eschborn
TC BW Fürstenzell

In dieser Altersklasse gibt es für uns einen klaren Favoriten, der kaum zu schlagen ist: Tennis 65 Eschborn. Die Spieler um Norbert Henn, Klaus Liebthal und Manfred Jungnitsch sind als Mannschaft eine Klasse für sich. Eine Außenseiterchance muss man sicher dem TuS 84/10 Essen einräumen, die mit Fernando Luna, Axel Goike und Peter Schreckenberg ein Wörtchen mitreden wollen. Dem THC Neumünster um den Briten Stephen Alger und den Dänen Alan Rasmussen sowie den Herren vom TC BW Fürstenzell mit Manfred Hundstorfer räumen wir wenig Chancen ein.


Herren 60
Ausrichter: TC GW Luitpoldpark München

TG Gahmen
Der Club an der Alster
TEC Waldau
TC GW Luitpoldpark München

Die Herren 60 Der Club an der Alster
Die Herren 60 Der Club an der Alster
H60 TEC Waldau Stauttgart
Die Herren 60 TEC Waldau hinten v.l.: Zdenek Zofka, Erhard Mössle, Joachim Rohwedder, Erhard Schmid, Peter Stellwag, Ladislav Travnicek vorne v.l.: Dieter Kindschuh, Christoph von Eynatten

Auch in dieser Altersklasse ist der Meister der vergangenen zwei Jahre wieder Top-Favorit: die TG Gahmen. Die Spieler um Glenn Busby und Dan Nemes sind einfach von Pos 1 bis Pos 8 mit Weltklasse und deutscher Spitzenklasse besetzt. Aber wie das Endspiel im vergangenen Jahr gezeigt hat: zwischen Gahmen und Der Club an der Alster um Thies Röpcke gibt es keinen großen Qualitätsunterschied: 2017 stand es zwar nach den Einzeln 5:1 für Gahmen, aber es hätte genauso gut 3:3 stehen können  – und dann wäre es aber richtig spannend geworden. Die Mannschaften aus München um Hermann Klein und aus Stuttgart um Peter Stellwag werden wohl nicht mithalten können.


Herren 65
Ausrichter: THC von Horn und Hamm

TG Gahmen
THC von Horn und Hamm
GW Idstein
TC RB Regensburg

H65 TG Gahmen 2018
Die Herren 65 TG Gahmen hinten v.l.:Peter Faber, Hans A. Müller, Paul Torre, Vladimir Nazarenko, Peter Lehnen, vorne v.l.: Anatol Trotzko, Helmut Sommerfeld, Horst Sczepan, Martin Vasholz
H65 TC RB Regensburg
Die Herren 65 TC RB Regensburg

An GW Idstein mit Bruno Renoult, Alfred Böckl, Gerd Dahmen und Peter Adrigan vorbeizukommen, wird sehr schwer. Aber die Hamburger vom THC von Horn und Hamm mit den Dänen Peter Holst und Frans Norby, den Neuzugängen Rainer Friemel und Paul Schulte und den Alteingesessenen Paul Schorn und Peter Asbeck werden ein gewichtiges Wort mitreden – und sie haben Heimvorteil. TC RB Regensburg um Peter Marklstorfer und TG Gahmen mit Paul Torre und Peter Lehnen bleibt wohl nur die Außenseiterrolle.

 


Herren 70
Ausrichter: TC Wolfsberg Pforzheim

TV Espelkamp-Mittwald
TC 1899 BW Berlin
TC Wolfsberg Pforzheim
1.FC Nürnberg

H70 TV Espelkamp-Mittwald
Die Herren 70 TV Espelkamp-Mittwald stehend v.l.: Georg Sonsalla, Stepan Koudelka, Alexandr Cernoch, sitzend v.l.: Eltjo Sasker, Klaus Kuhlmey, Folker Seemann

Für uns ist das Endspiel vorprogrammiert: Pforzheim mit Donald England Linares gegen Espelkamp-Mittwald mit Stepan Koudelka an der Spitze. Die Ostwestfalen sind vermutlich an allen Positionen die ausgeglichenere Mannschaft, haben aber nur einen sehr dünnen Kader von fünf Spielern. Die Pforzheimer sind an Position vier vielleicht nicht ganz so stark besetzt, haben aber den Heimvorteil. Das wird eine ganz spannende Angelegenheit. Die Berliner um Wolfgang Korn und Hajo Plötz und die Nürnberger mit Günter Klein werden sich wohl mit dem kleinen Finale begnügen müssen.


Herren 75
Ausrichter: TV Espelkamp-Mittwald

TV Espelkamp-Mittwald
LTTC RW Berlin
TC Siershahn
TC Piding

H75 TV Espelkamp-Mittwald
Die Herren 75 TV Espelkamp-Mittwald stehend v.l.: Hans Koller, Hans-Hermann Leue, Herman Smidt, August Lindheim, sitzend v.l.: Rudolf Perplies, Harald Koglin
H75 TC Siershahn
Die Herren 75 des TC Siershahn

Erstmals wird in dieser Altersklasse der Deutsche Meister ausgespielt und auch in dieser AK haben wir zwei Favoriten: TC Siershahn mit Gordon Waygood und Heinz Wagner und den TV Espelkamp-Mittwald mit Harald Koglin und Hermann Leue. Die Espelkämper haben mit ihrem Kader die größere taktische Auswahl, die Siershahner scheinen an den oberen Positionen stärker besetzt zu  sein. Die Positionen 1 und 3 werden wohl eine entscheidende Rolle spielen. Dem TC Piding mit Josef Harrer und den Herren vom LTTC “Rot-Weiss”  Berlin mit Hanspeter Rabe räumen wir keine echten Chancen ein.