Das Wichtigste aus der Turnierordnung des DTB 2020

Vorbemerkung
Wir haben die nach unserer Ansicht wichtigsten Passagen der Turnierordnung zusammengefasst. Sie sollten aber auf das Studium der offiziellen Turnierordnung nicht verzichten.

Zur DTB Seite Regeln und Ordnungen (2020)

A. Allgemeines

§ 3 Verbot von Wettspielmanipulationen
Die mittelbare und unmittelbare Beteiligung Betroffener an Wettspielmanipulationen im Tennis, die Turniere im Sinne dieser Turnierordnung betreffen, ist verboten.

§ 4 Turnierarten
1. Alle Turniere müssen nach den Tennisregeln der ITF gespielt werden.
2. Folgende Austragungsformen sind zulässig:
a) k.o.-System (mit oder ohne Nebenrunde (»Consolation«))
b) »Kästchenspiele« (»Round Robin«, »Jeder gegen Jeden«) ggfs. mit einer Endrunde im k.o.-System

B. Formale Voraussetzungen

§ 7 Genehmigung
1. Turniere, gemäß § 1 Ziffer 1 bedürfen einer Genehmigung. Hierfür und für die terminliche Koordinierung sind zuständig:
a) bei allen Deutschen Meisterschaften das DTB-Präsidium, bei allen Landesverbandsmeisterschaften der jeweilige Landesverband;
d) bei Seniorenturnieren der Kategorie S-A die Kommission für Seniorensport, bei allen anderen Seniorenturnieren der jeweilige Landesverband.
2. Für die Genehmigung kann ein Entgelt erhoben werden, dessen Höhe von den nach Ziffer 1. a) – d) jeweils zuständigen Stellen bestimmt und von diesen vereinnahmt wird.

§ 9 Ergebnismeldung
Der Turnierveranstalter ist verpflichtet, innerhalb von drei Tagen nach Abschluss des Turniers sämtliche Ergebnisse an die genehmigende Stelle zu übermitteln. ….Die genehmigende Stelle kann weitere Einzelheiten die Übermittlung betreffend regeln. Sie ist auch für die Erfassung der Ergebnisse in der Nationalen Tennisdatenbank zuständig.

§ 9 a Entgelt
Der DTB erhält für die Teilnahme an Ranglistenturnieren, welche gemäß der Satzung und den Ordnungen durchgeführt werden, sowie der Verarbeitung der dort erzielten Ergebnisse ein Entgelt von den Teilnehmern. Es dient der Aufrechterhaltung der satzungsmäßigen Zwecke, insbesondere zur Durchführung und Weiterentwicklung des Sportbetriebs. Die Höhe wird vom Präsidium festgelegt.
Unbeschadet hiervon kann durch den jeweiligen Landesverband ein zusätzliches Entgelt vorgesehen werden.

D. Veranstalter

§ 12 Aufgaben des Veranstalters
1. Der Veranstalter hat die Voraussetzungen für die Durchführung des Turniers zu schaffen. Zu seinen Aufgaben, die auch einem Turnierleiter und/oder Ausrichter übertragen werden können, gehören:
11. die Einziehung des Teilnehmerentgeltes vom Spieler gemäß § 20 Ziffer 1p) und dessen Abführung an den DTB.

E. Turnierorgane

§ 16 Oberschiedsrichter
3. Außer den in den Tennisregeln der ITF, den nachfolgenden Bestimmungen dieser Turnierordnung sowie den im Verhaltenskodex des DTB besonders festgelegten Auf gaben hat der Oberschiedsrichter insbesondere folgende Rechte und Pflichten:
m) Entscheidung über den Ausschluss eines Spielers, der selbst oder dessen ihm zuzurechnende Personen (insbesondere Trainer, Angehörige, Betreuer und so stige Personen) während eines Wettspiels einen groben Verstoß gegen § 38 oder den sportlichen Anstand begangen oder durch Worte oder Handlungen seiner/ ihrer Missbilligung über Entscheidungen wiederholt oder in verletzender Weise Ausdruck gegeben hat/haben,

G. Nennungen

§ 23 Zurückziehen der Nennung nach der Auslosung
1. Wenn ein Spieler innerhalb eines Auswertungszeitraums einer Ranglistenberechnung mehr als zwei Mal nach der Auslosung zu einem seiner Wettspiele im Turnierverlauf nicht antritt, wird er ab dem dritten Nichtantreten – ohne Berücksichtigung der Gründe des Nichtantretens – mit Punktabzügen bei dieser Ranglistenberechnung bestraft.
4. Ein Spieler, der im Verlauf eines Turniers zu einem seiner Wettspiele nicht antritt, ist nicht berechtigt, an weiteren Wettspielen der entsprechenden Konkurrenz (z. B. Nebenrunden oder weiteren Wettspielen bei Kästchenspielen) teilzunehmen.

§ 24 Rückzahlung des Nenngeldes
1. Das Nenngeld ist zurückzuzahlen, wenn:
a) ein Turnier oder eine Konkurrenz nicht ausgetragen wird,
b) die Nennung zurückgewiesen wird,
c) die Nennung vor dem Sign-in oder der Auslosung zurückgezogen wird,
2.Turnierteilnehmer, die vor Beginn oder im Laufe des Turniers disqualifiziert werden sowie Spieler, welche die Nennung zu spät zurückgezogen haben, die einem Turnier unentschuldigt fernbleiben oder verspätet antreten, haben keinen Anspruch auf Rückerstattung.

H. Auslosung

§ 31 Rasten
2. Wenn bei der Auslosung Rasten erforderlich sind, werden sie zunächst den Gesetzten zugewiesen in der Reihenfolge der Setzliste.
Verbleibende Rasten:
a) Im Qualifikationsfeld sind verbleibende Rasten gleichmäßig auf die Gruppen verteilt einzulosen.
Ergibt sich nicht für alle Gruppen die gleiche Zahl von Rasten, ist auszulosen, welche Gruppen eine Rast mehr erhalten. Die Rasten kommen in der oberen Hälfte der Gruppe auf Zeilen mit geraden Nummern, in der unteren Hälfte auf Zeilen mit ungeraden Nummern.
b) Im Hauptfeld sind verbleibende Rasten gleichmäßig auf entsprechende Abschnitte des Auslosungsplans verteilt einzulosen. Bei ungerader Zahl der Rasten erhält die untere Hälfte eine Rast mehr.
z. B.: 13 Rasten, 4 Gesetzte:
Zunächst erhalten die 4 Gesetzten eine Rast. Von den verbleibenden Rasten gehen vier in die obere Hälfte und zwar gleichmäßig aufgeteilt, d. h., dass in jedes Achtel eine Rast eingelost wird. 5 Rasten gehen in die untere Hälfte (= 4 Achtel), deshalb ist auszulosen, welches Achtel eine zweite Rast erhält. In den jeweiligen Abschnitten des Auslosungsplans sind die Zeilen wie in der Qualifikation zu bestimmen und auszulosen.

§ 32 Durchführung der Auslosung <
4. Die Auslosung erfolgt, indem in den Auslosungsplan:
a) zuerst die Gesetzten nach § 30 eingefügt werden,
b) dann die erforderlichen Rasten bestimmt und nach § 31 eingesetzt werden,
c) zuletzt die nicht gesetzten Teilnehmer von oben nach unten in die freien Zeilen des Auslosungsplans eingelost werden.
Hierbei sind Einschränkungen zulässig: Spieler des gleichen Vereins werden, soweit möglich, in der ersten Runde nicht gegeneinander ausgelost; bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend und der Senioren sowie bei verbandsübergreifenden Meisterschaften Spieler des gleichen Verbandes.
5. Der Auslosungsplan ist spätestens am ersten Spieltag der jeweiligen Konkurrenz zu veröffentlichen.

§ 34 Änderung der Setzung von Teilnehmern
1. Wenn gesetzte Spieler bis 20.00 Uhr am Tage vor Spielbeginn der Konkurrenz ausfallen (Qualifikation oder Hauptfeld), ist die Setzung entsprechend zu berichtigen.
a) Fällt in einem Hauptfeld mit zwei oder vier Gesetzten ein gesetzter Spieler aus bzw. fällt in einer Qualifikation ein gesetzter Spieler aus, so wird diese Position durch den bestplatzierten ungesetzten Spieler besetzt.
b) Fällt in einem Hauptfeld mit acht Gesetzten von den Setzpositionen 1–4 ein gesetzter Spieler aus, so wird diese Position aus dem Bereich der Setzpositionen 5–8 in aufsteigender Reihenfolge besetzt. Die hierbei freigewordene Setzposition wird durch den bestplatzierten ungesetzten Spieler besetzt. Fällt von der Setz position 5 und nachfolgenden Positionen ein gesetzter Spieler aus, so wird diese Position durch den bestplatzierten ungesetzten Spieler besetzt.
c) Fällt in einem Hauptfeld mit 16 Gesetzten von den Setzpositionen 1–8 ein gesetzter Spieler aus, so wird diese Position aus dem Bereich der Setzpositionen 9–16 in aufsteigender Reihenfolge besetzt. Die hierbei freigewordene Setzposition wird durch den bestplatzierten ungesetzten Spieler besetzt. Fällt von der Setz position 9 und nachfolgenden Positionen ein gesetzter Spieler aus, so wird diese Position durch den bestplatzierten ungesetzten Spieler besetzt.
2. Sofern gesetzte Spieler nach 20.00 Uhr am Tage vor Spielbeginn der Konkurrenz ausfallen (Qualifikation oder Hauptfeld), erfolgt keine Berichtigung der Setzung. Nachrücker sind gemäß § 33 Ziffer 1 zu berücksichtigen.

I. Durchführung des Turniers

§ 36 Mindestteilnehmerzahl
Eine Konkurrenz ist nur durchzuführen, wenn mindestens acht Spieler teilnehmen. Abweichend hiervon können Wettbewerbe bei Turnieren ab Damen 30 und Herren 30 auch mit drei bis sieben, bei der Jugend auch mit vier bis sieben Teilnehmern ausgetragen werden. In diesem Fall ist die Austragung dieser Konkurrenzen nur im Modus »Kästchenspiele« zulässig. Die vorstehenden Regelungen gelten nicht für Qualifikationen und Nebenrunden.

Quelle: DTB Regeln und Ordnungen (2020) – Turnierordnung