Gut gedacht – nicht immer gut gemacht

von Winfried Weidlich

Der Sachverhalt
In den Altersklassen der Regionalliga West mit zwei Gruppen sind Aufstiegs-, End- und Abstiegsrunden geplant.
Der Sieger des Endspiels der Aufstiegsrunde steigt in die entsprechende Bundesliga auf.
Der Sieger des Endspiels der Endrunde qualifiziert sich für die Endrunde zur Deutschen
Meisterschaft der Vereine.
Die Abstiegsrunde sieht wie folgt aus:

Quelle: RL West

Mit Schreiben vom 05.07. teilten die Spielleiter der Herren 65, 70 und 75 den Vereinen mit:

Quelle: RL West


Wie ich es sehe
Es ist generell sehr erfreulich und prinzipiell nur zu begrüßen, wenn die für die Spielplangestaltung Verantwortlichen auf Wünsche von Mannschaften eingehen. Das hat in der Regionalliga West Tradition und damit ist man eigentlich immer gut gefahren.

In diesem speziellen Fall hat in meinen Augen eine Verlegung von Spieltagen aber mehr Schaden als Nutzen angerichtet, zumindest aber für jede Menge zusätzlichen Aufwand für Mannschafsführer und Durcheinander für alle zur Folge gehabt.

Am ursprünglich geplanten Spieltag, dem 25.08., waren in den drei AK (65,70,75) 11 Spiele angesetzt, also 22 Mannschaften beteiligt.
Von diesen 22 Mannschaften, die am 25. gespielt haben, mussten nach ursprünglicher Planung drei Tage später, also am 28.08., maximal 12 Mannschaften – je zwei Halbfinales in den drei AK – zum ersten Abstiegsspiel antreten.
Von diesen 12 Halbfinalisten sollten sechs Mannschaften -zwei in jeder AK- einen Tag später am 29.08. das Finale um den Nichtabstieg bestreiten.

Für die Endrunden der AK 65-75 war keine von der ursprünglichen Spielplanung abweichende Regelung geplant. Die Neuregelung (Änderung des letzten Spieltages vom 25.08. auf den 21.08.) ist nur wegen der Bedenken zur Abstiegsregelung getroffen worden.
Das bedeutet im Endeffekt, dass für nur maximal sechs Mannschaften von insgesamt 22 betroffenen Mannschaften (die ursprünglich am 25.08. das letzte Gruppenspiel zu bestreiten hatten), diese Spielverlegungen stattgefunden haben.

Ursprünglich geplant:
25.08. letztes Gruppenspiel 11 Spiele =22 Mannschaften
28.08. erstes Abstiegsspiel 6 Spiele = 12 Mannschaften
29.08. Endspiel Abstiegsrunde 3 Spiele= 6 Mannschaften
Bei dieser Regelung haben wir außer Acht gelassen, dass möglicherweise Mannschaften, die am 28.08. zum ersten Abstiegsspiel antreten müssen, am 25.08. spielfrei hatten

Neue Planung:
21.08. letztes Gruppenspiel 11 Spiele =22 Mannschaften
25.08. erstes Abstiegsspiel 6 Spiele = 12 Mannschaften
28.08. Endspiel Abstiegsrunde 3 Spiele = 6 Mannschaften

Im ungünstigsten Fall hätten nach der ursprünglichen Planung sechs von 31 Mannschaften in der Abstiegsrunde am 25.,28. und 29.08. spielen müssen, ganz ohne Zweifel eine Belastung.
Derselben Belastung hätten sich auch die Meisterschaftsaspiranten in der Endrunde unterziehen müssen. Hier gab es anscheinend keine Bedenken.

Die Umlegung des letzten Gruppenspieltages vom 25.08. auf den 21.08. betrifft 22 Mannschaften, die nun umplanen müssen.

Für mich steht hier der Nutzen der Spielplanänderung in keinem Verhältnis zum Aufwand und hat bei nicht wenigen Mannschaften für Ärger gesorgt.

Ich finde wirklich das Bemühen der Verantwortlichen, auf Bedenken und Anregungen einzugehen und es allen oder zumindest möglichst vielen recht zu machen, löblich und anerkennenswert, aber in diese Situation wäre ein Festhalten an dem aufgestellten und bekannten Spielplan richtiger gewesen.