2018 – ein erfolgreiches Jahr für Alena und Klaus-Jürgen Klein

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Die für den TV Stockdorf spielende Alena und der für GW Luitpoldpark München spielende Klaus-Jürgen Klein sind in der Senioren-Tennis-Szene bestens bekannt. In der Weltrangliste (Stand 09. Oktober 2018) steht Alena im Einzel in der AK 70 auf Position zwei, Klaus-Jürgen auf Platz 2 im Einzel AK 80 und Platz 3 im Mixed AK 70. Kein Ehepaar steht gleichzeitig so hoch in der Weltrangliste. Das ist schon außergewöhnlich.
In der Deutschen Rangliste vom 30.09.2018 belegt Alena Platz 2, Klaus-Jürgen steht auf Platz 1.

Schon an diesen Platzierungen kann man erkennen, dass das Jahr 2018 für das Ehepaar trotz zwischenzeitlicher Verletzungen beider Partner sehr erfolgreich war.

Klaus-Jürgen Klein
Höhepunkt des Jahres 2018 war der Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft im Einzel in der AK 80. Nach Siegen über den Türken Aksoy (ITF 48), den Italiener Bertuetti (ITF 34), den Schweden Westman (ITF 5) und den US-Amerikaner Saito (ITF 31) musste er im Finale gegen den Italiener Givanni Argentini (ITF 1) im zweiten Satz aufgeben, wobei er ausdrücklich sagt, dass Argentini selbst an einem seht guten Tag nur sehr schwer zu schlagen ist.
Weitere Siege 2018:
Mai 2018: Alpe Adria (Grade 2)
Juni 2018: Europameisterschaften (Grade RC 1)
Juli 2018 Latvian Open (Grade 1)
Juli 2018: Lido Lugano Senior Open (Grade 1)
Juli 2018: Senior Polish Championships (Grade 1)
September 2018: Riga Tennis Cup (Grade 2)

Im Jahr 2018 hat er bei ITF-Turnieren von insgesamt 28 Einzel-Matches 25 gewonnen.

Alena Klein
Siege 2018
Mai 2018: Alpe Adria (Grade 2)
Juni 2018: Europameisterschaften (Grade RC 1)
Juli 2018 Latvian Open (Grade 1)
Juli 2018: Lido Lugano Senior Open (Grade 1)
Juli 2018: Senior Polish Championships (Grade 1)

An den Turnierdaten kann man unschwer erkennen, dass Alena und Klaus-Jürgen die Turniere aussuchen, die sie gemeinsam spielen können.

Ihre bevorzugte Turnierserie führt sie seit Jahren durch Südamerika mit den Grade A-Turnieren in Argentinien, Brasilien und Chile. Und natürlich beinhaltet eine derartige Reise viel mehr als nur die Teilnahme an Turnieren. Das Kennenlernen von Land und Leuten und anderen Kulturen ist den Beiden genau so wichtig. Nach dem Besuch der Sehenswürdigkeiten Südamerikas wie Macchu Piccu in Peru, den Iguazu-Wasserfällen an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien oder dem größtem Gletscher Südamerikas, dem Perito Moreno in Patagonien verschieben sich die Wertigkeiten zwischen Kultur und Tennis. Auch die großen Städte wie Rio, Buenos Aires oder Santiago de Chile begeistern immer wieder und sind für die Familie Klein Erlebnisse, die sie nicht missen möchten.

Alena Klein, gebürtig im tschechischen Iglau, begann mit elf Jahren mit Tennis und Eiskunstlauf. Ab 14 Jahren entschied sie sich für Tennis, weil sie in dieser Sportart die größeren Erfolge hatte. In allen Jugend-Altersklassen wurde sie tschechische Meisterin und auch bei den Damen konnte sie dreimal den tschechischen Titel erringen. In diesem Zeitraum war die auch in Deutschland bekannte Maria Pinterova ihre stärkste Konkurrentin. Beim tschechischen Finale Ende der Sechziger im Damen-Einzel gegen Olga Lendlova war kein Geringerer als Ivan Lendl, Sohn von Olga,  Balljunge der beiden.
Seit 1970 lebt Alena in Deutschland und hat mit der Mannschaft von Weissenhof Stuttgart dreimal den Deutschen Meistertitel gewonnen. Zwischen 1963 und 1970 hat sie außer in Australien an allen Grand-Slam-Turnieren teilgenommen, darunter fünfmal in Wimbledon gespielt. Ihr bestes Ergebnis war dort das Erreichen des Viertelfinales im Einzel. Spiele gegen Billie Jean King, Martina Navratiolva, Chris Evert oder Helga Masthoff bleiben ihr unvergesslich.

Der gebürtige Berliner Klaus-Jürgen Klein lebt seit seinem siebten Lebensjahr in München. Mit zwölf begann er mit dem Tennis und hatte das Glück, dass der frühere Davis-Cup – Spieler Robert Kleinschroth (vor dem Krieg immerhin Nummer 9 der Welt) das Talent erkannte und den Balljungen Klaus-Jürgen in den Tennis Club Iphitos brachte. Mit 20 Jahren wechselte er zu GW Luitpoldpark München. In diesem Club spielte er fünf Jahre bei den Aktiven unter anderem mit Karl Meiler in der Tennis-Bundesliga und anschließend bis heute in der Regionalliga-Senioren-Mannschaft, der höchsten deutschen Senioren-Spielklasse. Inzwischen ist er mannschaftsmäßig nicht mehr aktiv, ist aber bis heute noch Mitglied bei Luitpoldpark.
Für ihn eine der schönsten Tennis-Erinnerungen: ein Sieg bei den Senioren beim Spiel um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft gegen Wilhelm Bungert.